Was ist eine Zwangsstörung?

Bei einer Zwangsstörung wiederholen sich die immer gleichen unangenehmen Gedanken oder Handlungen. Typisch dafür sind der Putz- Reinigungs- oder Waschzwang und der Kontrollzwang. Beim Putzzwang ist man mehr als andere Menschen, penibel und versucht sich selber oder seine Wohnung sauber bis Bakterien- und Keimfrei zu halten. Beim Kontrollzwang drängen sich einem bestimmte Handlungen auf, gegen die man sich nicht wehren kann und die einem unsinnig erscheinen. Ein typisches Beispiel für einen Kontrollzwang ist die Kontrolle des Herdes. Kaum hat man sich versichert, dass der Herd aus ist, muss man erneut nachschauen, da man sich nicht sicher ist. Solches Verhalten kennt jeder, krankhaft ist es dann wenn es Auswirkungen auf den Alltag und das soziales Leben hat oder zu persönlichem Leidensdruck führt. Häufig drängen sich quälende Gedanken auf wie „Wenn ich auf die Fugen des Bürgersteiges trete dann passiert ein Unglück!“. Um diese Gedanken zu neutralisieren und Ängste zu reduzieren muss eine Handlung ausgeführt werden.

Reine Zwangsgedanken kommen seltener vor, sie wiederholen sich und drängen sich auch gegen den eigenen Willen auf. Der Inhalt ist häufig religös, moralisch, obszön oder aggressiv und löst beim Betroffenen Angst und Unbehagen aus.

Weitere Zwänge sind Ordnungszwang, Wiederhol- und Zählzwang, zwanghaftes Nachfragen und Sammelzwang.

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